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Von Paris nach Prag

Lange ist hier nichts mehr geschehen. Nun, ein klein wenig ist Fresh! schreiben wie die Postkarte an die Eltern - man schreibt sie nur wenn wirklich nichts los ist. Oder wenn - wie heute - das schlechte Gewissen drückt und man, sprich "ich" sich also doch aufraffen und die Buchstaben inspiriert in die Tastatur hacken.

Wie die Überschrift sagt - meinereiner existiert/residiert/arbeitet seit vier Monaten glücklich in Prag. Das ist nicht schlecht - die Gründe hierfür allerdings variieren. Meinem Freundeskreis fallen da zuallererst das günstige Bier, die günstigen Zigaretten und die güns... schönen Frauen ein. Ich rauche nicht, ich trinke nicht und das mit den Frauen bekomme ich auch ohne einen Kostenaufwand hin.

Um kurz zu skizzieren, dass es mir gut geht: Ich wohne in Prag in einem Fünf-Sterne Hotel . Der Auftraggeber bezahlt es, also gut. Natürlich sind in einem solchen Hotel die Zusatzleistungen unendlich... unendlich flexibel und unendlich teuer. Also habe ich mit dem Management nachverhandelt und siehe da, einiges ging.

Einiges allerdings auch nicht, und um das mit dem notwendigen Humor zu kompensieren, ging folgende eMail an meine Kollegen - und das Management von Interconti:

Well, here are the wishes the Interconti Management refused:
1. Peter wanted to have a second rubber duck in the bathroom. A red one. Answer Interconti: Red Rubberduck times are over, socialism in eastern Europe is dead.
2. Martin wanted a television network where Bayern Muenchen is always winning. Answer Interconti: Sorry, but via satellite we receive only a sport channel Real Madrid is always loosing.
3. Ruediger wanted a gym with a restricted access - only to girls. And him. Interconti answered: Dream on... even if you are the only guy in the gym, you will have no chance.
4. Barbara wants a new swimming pool - swimming just in circles bores her. Interconti answered: Hay, just across the street there is a big swimming pool, it's called "Moldau". Maybe the water is a little cold, but it's for free.

Die Reaktion ließ kaum auf sich warten - noch am selben Tag rief mich die Managerin an und fragte, welcher der Kollegen denn die rote Gummiente wolle - sie hätte eine besorgt... DAS ist Service.

Und sonst? Vom Web habe ich mich eher entfernt. Kaum Aktivität, auf keiner meiner Seiten. Mein Gesamtkunstwerk kann damit - zumindest aus meiner Sicht - als weitgehend abgeschlossen bewertet werden.

Nichtsdestotrotz soll Rod's Fresh seinem neuen Anspruch gerecht werden - nämlich meine Freunde und Bekannten ein wenig auf dem Laufenden zu halten, was mein Leben betrifft. Denn ich bin weit weg, viel unterwegs und trotzdem auf der Suche nach... mehr.

Euer

Andriz

PS: Paris, erst ungeliebt, hat sich in den sechs Monaten meines dortigen Aufenthalts dann doch als eine stille Liebe entpuppt. Ein paar Artikel dazu gibt es hier.